Kartoffeln
Diese werden für die Hephata Diakonie, Gut Halbersdorf angebaut. Durch Aufbereitung und Vermarktung unserer Biokartoffeln entstehen in der WfbM Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung.
Getreide
Biolandwirtschaft ist idealerweise auch in regionale Wertschöpfungsketten eingebettet. Deshalb kooperieren wir seit vielen Jahren mit Kollegen in Nordhessen, die unser Futtergetreide abnehmen.
Backweizen wird überregional an renommierte Ökomühlen verkauft.
Streuobstwiese
In unserem „Herzgraben“ wurden vor langer Zeit viele Obstbäume gepflanzt, im Laufe der Jahrzehnte verwilderte die Fläche aber zusehends. Vor einigen Jahren haben wir mit viel Mühe die alten Bäume freigestellt und neue Obstbäume mit alten Sorten nachgepflanzt. So ist ein kleines Paradies für bestäubende Insekten, Wildtiere und für uns entstanden.
Bienenwald und Wald
Zu unserem landwirtschaftlichen Betrieb gehören 12 ha Wald. Zu einer Hälfte sind dies Laub – Mischbestände sowie die Nadelholzarten Lärche und Douglasie. Die andere Hälfte bestand bis 2018 aus Fichtenwald. Klimawandel, Trockenheit und Borkenkäfer setzten den Fichten derart zu, dass sie komplett abstarben. Diese „Drama“ führte zu dem vielleicht innovativsten Projekt unseres Hofes: dem „Zukunftsfähigen Bienenwald“.
Nach Räumung der Fichtenkalamitäten pflanzten wir die blühenden Stammholzarten
Kirsche, Rhobinie, Linde und Edelkastanie und auch Walnüsse
Diese Stammholzarten sind so gewählt, dass sie zu versetzten Zeitpunkten blühen und so attraktive Nahrung für Bienen bieten. Durch die Ernte des Honigs, der Maronen und auch von Walnüssen kann ein Einkommen aus dem Wald generiert werden, lange bevor die Stammhölzer hiebreif sind.
Legume Grasgemenge zur Energieerzeugung
Grasgemenge wirken wie temporäres Grünland und bewirken Humussteigerung, auch aufgrund der in der Zeit fehlenden Bodenbewegung. Insbesondere Leguminosen wie Luzerne oder Klee binden Luftstickstoff und stellen ihn nach dem Umbruch des Gemenges für die Folgekultur zur Verfügung – eine der Alternativen des Ökolandbau gegenüber chem.-synth. Düngemitteln. Durch die Kooperation mit einer Bio-Biogasanlage können auch in unserem viehlosen Betrieb diese Aufwüchse verwertet werden. Die Biogasanlage fungiert dabei als eine Art „Düngedrehkreuz“. Unsere Aufwüchse werden in der Biogasanlage zur Energiegewinnung vergoren, die sehr nährstoffreichen Gärreste kommen jedoch als wertvoller und zielgerichtet eingesetzter Dünger zurück auf die Felder, die ihn benötigen. Besonders beim Weizenanbau lassen sich so hervorragende Qualitäten erzielen.
Energiekonzept
Es ist uns ein großes Anliegen, vorhandene Ressourcen sorgfältig und sparsam einzusetzen. Ideal bieten sich dazu regenerative Energiesysteme an. Deshalb haben wir mittlerweile drei Photovoltaikanlagen auf unseren Dächern installiert und nutzen den eigenen Sonnenstrom für betriebliche und private Bedarfe sowie für Elektromobilität. Der nicht selbst verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist.
